#1

Diagnose Triploidie :(

in Herzlich Willkommen! 18.06.2015 13:47
von Jackie82 | 2 Beiträge

Hallo ich heisse Jackie aus NRW bin 33 Jahre bin verheiratet habe einen Sohn (2)
und habe unser Mädchen in der 18. SSW an Triploidie verloren.

Am 05.05.2015 liesen wir in Düsseldorf bei Praenatal ein komplett Ultraschall machen, einfach aus vorsicht weil wir das bei unseren erst geborenen auch schon so gemacht hatten. Die Frau Dr. untersuchte mich und ich wunderte mich, warum sie nix sagt.... nach der Untersuchung kam der Schock sie zählte alles auf was mit unseren Kind nicht stimmen würde.... es war der horror. Sie machte im Anschluss sofort eine Amniozentese und das Fruchtwasser war schon bräunlich. Sie gab UNS keine Hoffnung. Verdacht auf Trisomie 18 oder 21 sagte Sie uns. Es war ein Mädchen.

Nächsten Tag morgens um 8 bei der Kontrolle bei der FA schlug das Herz ganz schwach und sie überwies mich in KKH.
Um 9 Uhr im KKH war Sie tod. Dann bekam ich eine Tablette und durfte wieder nach Hause. Nächsten morgen um 8 wurde ich stationär aufgenommen und halb 10 bekam ich ein Zäpfchen vor den MuMu gelegt. Dann sind wir noch spazieren gegangen... gegen 14 Uhr kam der Anruf aus Düsseldorf Diagnose Triploidie um 15:40 Uhr kam sie, auf Toilette ist sie mir rausgerutscht. Gott sei Dank war eine Schwester dabei und hat Sie aufgefangen. Sie sagte zu uns BITTE NICHT ANGUCKEN! Dann bekam ich einen pinken Sternenteddy eine Ausscharbung und nächsten morgen wieder nach Hause.

Sie war ein absolutes ♥ WUNSCHKIND ♥ wir weinen so viel
nach 2 Eileiterschwangerschaften wo ich den rechten auch noch verloren hatte
und jetzt diesen Schicksalsschlag. Warum ist die Natur so grausam?


zuletzt bearbeitet 18.06.2015 13:53 | nach oben springen
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#2

RE: Diagnose Triploidie :(

in Herzlich Willkommen! 19.06.2015 20:41
von Livie | 223 Beiträge

Liebe Jackie,

herzlich willkommen hier im Forum.
Ich möchte Dich gedanklich ganz lieb drücken.
Es tut mir sehr leid, dass ihr eure Tochter verloren habt. Ich denke, ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es in Dir aussieht. Auch wir hatten eine Eileiterschwangerschaft, wo nur noch ein gesunder und ein komplett zystischer Eileiter blieb und haben letztes Jahr zudem unsere Tochter Emily (mit Nierenfehlbildungen) in der 33. Woche nach einem Notkaiserschnitt verloren.
Lange habe ich mich gefragt, WARUM?
Warum ist die Natur so grausam? Warum ist das Schicksal so grausam. Oder sogar Gott?
Vielleicht habt ihr, Deine Tochter, Dein Mann und Du, euch als Seelenaspekt ein Versprechen gegeben, bestimmte Dinge auf der Erde zu lernen und Eure Tochter als Seele hat sich bereit erklärt, eben diesen wichtigen, dazugehörigen Part zu übernehmen.
Ich bin mir sicher, dass Du mit der Zeit deine Antwort auf die quälende Frage nach dem Warum findest. Der Weg dorthin wird dich unheimlich stark machen.
Bis dahin tut es gut, zu weinen. Tränen enthalten Stoffe, die dem Morphium ähnlich sind und wirken schmerzstillend.
Weinen löst Gefühlsspannungen und wirkt befreiend. Tränen ebnen aber auch den Weg für Gefühle wie Wut und Enttäuschung.
Alles Gefühle, die du jetzt auf deinem Weg durchmachen musst.
Wie geht es deinem Mann?
Könnt ihr gemeinsam trauern?

Liebe Grüße,
Livie


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#3

RE: Diagnose Triploidie :(

in Herzlich Willkommen! 28.06.2015 10:53
von Jackie82 | 2 Beiträge

vielen dank für deine tröstenden worte livie
die haben mir sehr geholfen.
mein beileid für euren verlust es ist so grausam ein kind zuverlieren das wünscht man keinem.
mein mann hilft mir wo es geht, jedoch geht
er anders damit um wie ich.... das ist wohl bei männer so?

wir waren zur genetischen beratung
und es war ein befruchtungsfehler also
keiner von uns war schuld. wieder einfach nur pech.


zuletzt bearbeitet 28.06.2015 10:56 | nach oben springen
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#4

RE: Diagnose Triploidie :(

in Herzlich Willkommen! 30.06.2015 20:35
von Klatschmohn | 1.674 Beiträge

Liebe Jackie,

ich habe noch gar nicht willkommen gesagt, das möchte ich gerne nachholen. Es tut mir sehr leid, dass ihr Eure Tochter verloren habt. Habt ihr der Kleinen einen Namen gegeben? Das dürft ihr natürlich tun! Sie ist und bleibt Eure geliebte und ersehnte Tochter. Ein Name ist für die meisten trauernden Eltern sehr wichtig, um das verstorbene Kind sozusagen aus der Anonymität heraus zu holen.
Traurig macht mich, dass ihr - wenn ich es recht herauslese - nicht besonders gut und einfühlsam in der Klinik begleitet worden seid. Konntet ihr noch in irgend einer Form einen würde- und liebevolle Abschied finden?

Zu Deiner Frage bzgl. der Väter-Trauer kann ich Dir sagen, dass sie sich meist deutlich von der Mütter-Trauer unterscheidet. Sie ist stiller, in sich gekehrter, aber trotzdem vorhanden. Für mich war es zu Beginn sehr schwer, die so ganz andere Art der Trauer meines Mannes zu verstehen, und dann auch zu respektieren bzw. tolerieren. Manchmal fühlte es sich für mich an, als ob er gar nicht trauert. Ich musste lernen, dass die stille, "heimliche/verborgene" Trauer keineswegs Zeichen von Gefühlskälte oder gar fehlender Liebe zu Lilli bedeutete. Genauso wie ich nicht seine Art der Trauer "übergestülpt" bekommen möchte, darf ich dies letztlich bei ihm versuchen.
Da wir durch unseren so unterschiedlichen Umgang nicht gemeinsam trauern konnten hat mir der Austausch mit anderen betroffenen Müttern, besonders hier im Forum, sehr geholfen.

Ich wünsche Dir bzw. Euch, dass ihr Euren - möglichst gemeinsamen- Weg der Trauer gut findet.


zuletzt bearbeitet 30.06.2015 20:35 | nach oben springen
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