#1

Erdenkind Niclas (Dandy Walker Malformation)

in Erfahrungsberichte 22.03.2011 17:07
von Ces | 3.118 Beiträge

Erfahrungsbericht von Nicole mit Niclas im Arm:


zuletzt bearbeitet 29.03.2011 14:09 | nach oben springen

#2

RE: emilysmama stellt sich vor!

in Erfahrungsberichte 23.03.2011 20:14
von Sterneneltern | 7 Beiträge

Halllo

mein Name ist Nicole und ich bin 32 Jahre alt und komme aus Düsseldorf. Ich habe 2008 unsere Tochter 2 Tage vor dem Entbindungstermin wegen eines Nabelschnurvorfalle verloren und still zur Welt gebracht.

Nun habe ich seit 10 Wochen unser Folgekind Niclas in meinen Armen. Und wir sind glücklich dass alles gut gegangen ist. Den es sah erst nicht danach aus.

Mein Mann und ich haben letztes Jahr im September eine Woche Urlaub in Spanien gemacht. Noch etwas Entspannen, bevor der Wurm da ist (!) doch dann am 09.09.10 bekam ich auf einmal eine leichte Blutung. Direkt in Spanien ab ins Krankenhaus und ich musste 2 Tage liegen und durfte mich nicht bewegen, da ich ein Bluterguss hinter der Plazenta hatte. Zurück in Deutschland bin ich dirkt zu meinem Arzt und der hat mich dann in die Praenatalklinik hier in Düsseldorf verwiesen...

Ich hatte da bereits in der letzten Schwangerschaft einen Termin um festzustellen, dass mit unserer Sternenmaus alles in Ordnung war.

Mein Mann und ich hatten dann den Termin und alles sah super aus. Doch dann teilte uns die Ärztin mit, dass etwas nicht stimmt (!) sie meinte, das unser Baby einen verkützten Röhrenknochen habe und evtl. Trisomi 13 oder 18 haben könnte (13 oder 18 hätte Niclas keine Überlebenchancen gehabt) ich war total fertig und war nur noch am Heulen. Ich wollte nicht schon wieder ein Kind verlieren....die Ärztin (Frau Fröhlich (!), machted in meinem Falle nicht ihrem Namen alle Ehre) meinte, dass es sinnvoll wäre eine Fruchtwasseruntersuchung zu machen und ich wußte das sowas immer mit Risiken verbunden ist, aber uns blieb nichts anderes übrig. Dies geschah alles am Donnerstag. Freitags bekamen wir dann den Anruf das sich Trisomi nicht bestätigt habe, aber etwas mit dem Hirn nicht stimmt.... aber was konnte sie uns nicht sagen.

Mein Mann und ich waren das ganze Wochenende am Überlegen, wie es weitergehen soll und kann & Niclas hat sich immer schön bemerkbar gemacht im Bauch.... was es mir nicht gerade einfach gemacht hat.

Am Montagmorgen rief dann ein Dr. Stressig an der in der Klinik in Köln ist und teilte uns mit, dass er NICHT der gleichen Meinung war, wie seine Kollegin aber er kann an "stehenden Bildern" nichts sage und wollte uns sehen. Wir sind daraufhin direkt nach Köln gefahren und er untersuchte meinen Bauchbesetzter erneut. Und dann wurde festgestellt das unser Sohn "Dandy Walker" hat. Das bedeutet, dass der Kleinhirnwurm zwischen den beiden Kleinhirnhälften zu kurz sei.

Dr. Stressig war ein Traum... wir waren 5 Stunden da und er hat sich so lieb um uns gekümmert und uns gesagt was es zu bedeuten haben kann (MUSS aber nicht) die Entscheidung eines Abbruches würde er zu 100 % uns überlassen.

Mein Mann und ich haben dann geredet, mit welcher Behinderung wir Leben können. Ja "WIR" den das Kind würde es ja nicht anders kennenlernen und da ich eine behinderte Schwester habe, weiß ich wovon ich rede.

Wir haben uns dann FÜR Niclas entschieden. Niclas kam am 07.01.2011 per Kaiserschnitt auf die Welt und er ist ein ruhiges liebes Kind.

Er wird zwar öfters untersucht z.b. in der Uniklinik Düsseldorf aber immer nur zur Kontrolle. Alle Ärzte mit denen wir im Laufe der Schwangerschaft zu tun gehabt haben, sind von dem Kleinen begeistert, wie er sich macht und das es ihm gut geht. Mein Schwanger ist auch Kinderarzt und er hat ihn sich angeschaut und konnte nur mittelen, das der Kleine 1a Entwickelt sei......

Ich war froh, dass Herr Dr. Stressig uns angerufen hat und wir immer wieder zu ihm gehen konnten oder einfach Anrufen, wenn was war das hat uns sehr beruhigt. Ich war froh, das wir an diesen super tollen Arzt gekommen sind und wenn ich noch einmal Schwanger werden sollte werde ich auf jeden Fall in die Klinik nach Köln fahren, denn auch dieser Arzt hat seinen Namen nicht alle Ehre gemacht aber zum Glück im positivem Sinne.

Niclas ist nun da und ich bin Glücklicher denje (!) aber ich muss auch erlich sagen, dass wenn wir zu 100 % gewußt hätten, das Niclas Schwerbehindert gewesen wäre, hätte ich die Schwangerschaft w ahrscheinlich beendet auch wenn es bedeutet hätte, wie ein totes Kind auf die Welt bringen zu müssen.

Durch meine Schwester weiß ich was es bedeutet mit einem behindertem Kind groß zu werden und meine Mutter ein 24 Stundenjob hat. Ich weiß das es hart ist aber ich habe mir die Frage gestellt: Bin ich in der Lage mein Kind zu wickelnn und zu waschen wenn es 18 Jahre alt ist ?! Klar da wächst man rein, doch wie bin ich körperlich wenn mein Kind 18 ist. Bin ich dann noch körperlich in der Lage ihn richtig zu versorgen ??? Und ich wollte nie ein Kind haben was dann irgendwann in ein Heim muss, weil ich es einfach nicht mehr kann. Das hat auch kein Kind verdient....

Oh nun ist es doch sehr lang geworden.

lg eure Nicole mit Niclas an der Hand und Melina für immer im Herzen.


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