#1

Meine Geschichte

in Herzlich Willkommen! 20.11.2012 17:34
von kati | 2 Beiträge

Hallo ihr Lieben,

ich bin katrin, grade 28 jahre geworden und habe einen kerngesunden 7 jährigen sohn, namens Robin...

lange zeit (5 jahre ) habe ich mir ein zweites kind gewünscht, im september dann endlich die schöne nach richt, wir bekommen ein baby.

die ersten wochen war alles super...ich merkte die übelkeit und der glanz in meinen augen war nicht zu übersehen, doch dann der schock...

am 05.11 eine routine untersuchung, und mein FA sagte mir er könnte den kopf nicht richtig definieren, was soll schon sein hab ich gedacht, das baby bewegt sich wie verrückt alles war dran, ein wunderbares gefühl...
mein FA gab mir einen weiteren termin, für letzten freitag, der 16.11.... ich werde diesen tag nie vergessen
beim ultraschall hat mein FA wie bereits die elf tage zuvor gesagt, er könne den kopf noch immer nicht definieren, nach ewig langen untersuchungen sagte er mir, es stimme was nicht, aber zur vorsicht würde er mir eine überweisungs ins klinikum geben, er erzählte mir von seinem verdacht, ich brach in tränen aus und wollte das alles nicht wahrhaben... auf dem weg ins krankenhaus, war ich mir ziemlich sicher, das das alles nur ein irrtum sein kann, nein, nicht sicher, ich hoffte es....

nach einer einstündigen untersuchung mit drei oberärzten, dann die schreckliche diagnose...mein baby hat ANENZEPHALIE....das kann doch nicht sein, ich hab nur noch geschrien, ich wollte raus, wir haben uns alles so gefreut, und dann sowas, das wollte ich nicht glauben...
nach einem langen gespräch, hat mir der arzt die möglichkeiten aufgezeigt, die ich habe...würde ich die schwangerschaft abbrechen, um meine nerven und auch die nerven des babys zu schonen oder würde ich meinen engel austragen um es nur einmal in meinen armen zu halten....aber immer mit dem wissen, das es für immer von mir gehen wird... wie erkläre ich das meinem sohn, wie geht es mir dann, stehe ich das überhaupt durch, mein baby zu beerdigen...

ich bin völlig verweifelt, ich weiß nicht ob ich das schaffe...heute war ich wieder in der klinik, zu einem langen gespräch, viel weiter gebracht hat mich das nicht....morgen ist der offizielle termin, seit tagen habe ich nicht geschlafen, ich bin völlig durch einander, niemand kann mir helfen, auch mein mann und mein sohn nicht... ich bin froh das soviele menschen für mich da sind, aber dennoch bin ich im endeffekt ganz allein mit meiner entscheidung.


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#2

RE: Meine Geschichte

in Herzlich Willkommen! 20.11.2012 18:03
von niggilein | 170 Beiträge

Liebe Kati,

erstmal möchte ich Dich hier im Forum begrüßen! Ich weiß genau wie du dich jetzt fühlst. Denn genau diese Diagnose haben wir im März diesen Jahres für unsere Mila erhalten.
Auch für uns war es ein großer Schock! Doch wir haben uns schnell für unsere Kleine entschieden und bereuen es keine Sekunde. Hier im Forum sind noch weitere Mütter, die dieselbe Diagnose für ihr Kind bekommen haben.

Ich möchte Dir Mut machen. Auch ich habe Anfangs nicht daran geglaubt, dass wir es schaffen könnten. Vorallem da wir noch sehr jung sind. Doch es geht! Mila ist im September still geboren worden. Und obwohl es noch nicht allzu lange her ist, kann ich für mich sagen das es die beste Entscheidung war und das man durchaus weiter leben kann.
Wir wollten damals nicht Gott spielen und unserer Maus selbst überlassen wann sie gehen möchte. Somit habe ich keinerlei Schuldgefühle. Warum auch? Wir haben ihr ein vollkommenes Leben geschenkt, 9 Monate im Bauch der Mama. Was gibt es schöneres? Aber natürlich kenne ich deine Ängste und Sorgen zu gut!!!
Wenn du möchtest kannst du gerne an meinem Blog teilhaben, den ich seit der Diagnose Anenzephalie führe. Es hat mir sehr geholfen es einfach niederzuschreiben.
Für uns war es auch noch wichtig so viele Erinnerungen wie möglich zu schaffen. Wir haben versucht die Schwangerschaft in vollen Zügen zu genießen und hatten auch viele glückliche Momente.
Wir haben es ja auch schon sehr früh, in der 13.ssw erfahren. In welcher Woche bist du denn und wann habt ihr es erfahren?

Fühl dich gedrückt wenn du magst,

stille Grüße

Nicole


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#3

RE: Meine Geschichte

in Herzlich Willkommen! 20.11.2012 18:46
von Ces | 3.118 Beiträge

Hallo liebe Kati,

ein liebes Willkommen hier im Forum. Es tut mir sehr leid für euch, dass euer Kind nicht gesund auf die Welt kommen wird und so eine kurze Lebenszeit haben wird.

Was für ein Termin ist denn morgen? Sollst du da eine Entscheidung mitteilen?
Falls ja, lass´ dir gleich mal gesagt sein: ihr habt Zeit für eure Entscheidung, solange ihr Zeit dafür braucht. Solltet ihr euch wirklich für einen Abbruch der Schwangerschaft enttscheiden, so könnt ihr das "theoretisch" zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft. Eine Geburt wird es so oder so - Eile ist also gar nicht nötig. In welcher Woche bist du denn?

Ich habe dich auch gleich freigeschaltet, du kannst also jetzt auch im geschützten Schwangerschaftbereich lesen und schreiben, wenn du magst: Austausch für Schwangere (lebensbegrenzende Diagnose)

Was macht dir im Moment am meisten Sorgen, was sind deine wichtigsten Fragen, die dir auf der Seele brennen?

Ich nehme dich mal ganz lieb in den Arm, wenn ich darf.


zuletzt bearbeitet 20.11.2012 18:46 | nach oben springen
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#4

RE: Meine Geschichte

in Herzlich Willkommen! 20.11.2012 19:42
von schwestertine | 182 Beiträge

Liebe Kati!

Auch ich möchte dich hier ganz herzlich Willkommen heißen. Unser Kind hat zwar eine kleine Chance lebend zur Welt zu kommen! Aber ich kann sehr gut nachvollziehen was du so im Moment durchmachst.

Ich hoffe das dir dieses Forum bei deiner Entscheidung helfen kann. Mir hilft es sehr hier unter anderen Betroffenen mich austauschen zu können und soviele Informationen lesen zu bekommen. Auch andere Geschichten machen Mut, auf dem Weg, ein krankes Kind auszutragen!!!

Schicke dir ein wenig Kraft!!!


zuletzt bearbeitet 20.11.2012 19:43 | nach oben springen
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#5

RE: Meine Geschichte

in Herzlich Willkommen! 20.11.2012 21:37
von Shila | 1.306 Beiträge

Liebe Kati,

herzlich Willkommen hier im Forum, auch wenn der Anlass ein sehr trauriger ist. Es tut mir sehr leid, dass ihr auch euer Baby wieder hergeben müsst.

Ich weiß noch sehr gut als wir die Diagnose "nicht lebensfähig" erhalten haben. Damals dachte ich mir, die spinnen doch, die können doch unmöglich von mir als Mama eine Entscheidung verlangen! Ich dachte mir, ich kann doch solch eine Entscheidung überhaupt nicht fällen. Ich habe mir immer eingebildet, dass diese Entscheidung bei medizinischer Indikation der Arzt trifft. So ist es aber ja nicht und es ist auch gut so!!!

Es kann dir niemand diese Entscheidung für oder gegen dieses Kind abnehmen, aber wir hier können dir wirklich Mut machen. Mut dafür, dass du es schaffen wirst dein Kind anzunehmen wie es ist. Ja, sogar ganz auszutragen und es zu lieben! Es ist wahrlich kein einfacher Weg bis dahin, aber er lohnt sich! Zumindest hat mir noch nie jemand, der diesen Weg ebenso gegangen ist was anderes gesagt...

Wenn du Fragen hast, egal wie lapidar sie dir erscheinen, stelle sie hier ruhig im geschützten Bereich. Wir werden immer ein offenes Ohr für dich haben.

Schicke dir Kraft und Mut!


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#6

RE: Meine Geschichte

in Herzlich Willkommen! 20.11.2012 22:19
von Klatschmohn | 1.611 Beiträge

Liebe Kati,

auch von mir ein herzliches, wenn auch trauriges, Willkommen hier im Forum. Es tut mir sehr leid, dass ihr diese schreckliche Diagnose für Euer Kind bekommen habt und - früher oder später - Abschied nehmen müsst.

Ich kann mich den anderen nur anschließen. Du musst jetzt, heute, morgen, übermorgen, keine Entscheidung treffen. Und Du musst es auch in 2, 4 oder 8 Wochen nicht. Auch wir hatten die Diagnose "nicht lebensfähig", wenn auch aus einem anderen Grund. Mein FA hat mir damals so viel Druck genommen, indem er mir genau dies sagte. Und er meinte dazu noch: „Nur die Entscheidung, die Sie aus dem Bauch heraus und mit dem Herzen treffen, ist für Sie die Richtige. Wenn Sie die Schwangerschaft jetzt als enorme Belastung sehen und den Alltag nicht mehr leben können, dann kann ein Abbruch das Richtige sein. Aber wenn Sie den Alltag noch leben können und bereit sind, weiterhin schwanger zu sein, dann dürfen Sie die Entscheidung über das WANN auch ihrem Kind überlassen. Sie als Mutter müssen spüren, mit welchem Weg Sie in Zukunft leben können. Lassen Sie sich alle Zeit, die Sie brauchen.“

Ich kann mich Shila nur anschließen und Dir Mut machen, diesen Weg mit Deinem Kind zu gehen. Es ist sicher kein einfacher Weg, er ist oft bittersüß. Aber er ist es wert, ihn zu gehen. Jede Erinnerung an unsere Tochter ist mir so unglaublich wertvoll und ich habe es noch keine Sekunde bereut, die Entscheidung über das "Wann" ihr und Gott zu überlassen.

Kati, ganz egal wie Eure Reise weitergeht, wie Du und Dein Mann euch entscheidet - hör auf Dein Herz und Dein Bauchgefühl. Und lass Dir/lasst Euch alle Zeit dafür, die nötig ist. Ich wünsche Euch ganz viel Kraft für all das, was vor Euch liegt. Und Menschen an Eurer Seite, die für Euch da sind, zuhören, in den Arm nehmen und zu nichts drängen.
Ich weiß, es ist eine furchtbare Zeit - besonders mit einem Erdenkind, für das man da sein muss. Unsere Große war zum Zeitpunkt der Diagnose gerade 3 1/2 Jahre alt und ich habe mir die selben Fragen gestellt wie Du. Es war oft ein unglaublicher Kraftakt, den Alltag für sie weitgehend normal zu gestalten. Aber es ist möglich. Ganz langsam, Stück für Stück und behutsam, haben wir sie auf den Abschied vorbereitet. Jetzt, 5 Monate nach Lillis Geburt, kann ich sagen, dass sie es ganz gut verarbeitet hat und eine wundervolle große Schwester für Lilli ist.

Wenn Du magst, fühl Dich vorsichtig umarmt.


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#7

RE: Meine Geschichte

in Herzlich Willkommen! 21.11.2012 09:37
von Hannahs_Mama | 595 Beiträge

Liebe Kati,

es tut mir sehr leid, was du/ihr gerade durchmachen müßt. Mein Mann und ich haben zwar noch keine Kinder, aber wir haben auch schon seit 2008 auf Nachwuchs gehofft und haben auch erfahren müssen, daß unser Kind nicht gesund sein wird.
Gib euch einfach Zeit. Das ist jetzt die totale Ausnahmesituation und ihr solltet auch als Paar versuchen eng aneinander zu bleiben...

Die anderen haben dir hier schon sehr viel "richtiges" geschrieben. Ich kann das nur aus meiner Sicht unterstützen. Weißt du, in der jetzigen Phase ist man machmal geneigt zu denken, die Schwangerschaft zu beenden macht es leichter mit dem Verlust des Kindes zu leben. Man denkt es wird dann weniger schmerzhaft, der Leidensweg sei kürzer. Aber die Erfahrung ist oftmals eine andere. Der Verlust des Kindes muß so oder so verarbeitet werden. Zu dem kommt nach einem Abbruch sicherlich daß die ein oder andere Mutter dann auch noch Schuldgefühle aufarbeiten muß. Diese Schuldgefühle haben erst gar keine Chance, wie Nicole dir schon schrieb, wenn man Gott und seinem Kind die rechte Zeit überläßt.
Ich kann nur sagen, daß es keine Abkürzungen in solchen Situationen gibt aus meinen Beobachtungen. Schwer ist dieser Weg, ohne Frage, aber er kann uns auch so viel Schönes schenken, was nie gewesen wäre, wenn unsere Kinder nicht für diese kurze Zeit zu uns gekommen wären. Hätte ich heute die Wahl zwischen ein Leben ohne diesen Verlust und ohne unser Kind kennengelernt zu haben oder einem Leben, so wie es bei uns gelaufen ist. Ich würde mich immer wieder für unsere Tochter entscheiden. Denn sie war jede Träne wert.
Das du hier schreibst, zeigt doch auch, daß dein Herz schon mit eurem Kind verbunden ist. In deiner jetzigen Situation mag es schwer sein, diesen Weg zu gehen. Ich kann dich nur ermutigen einen Tag nach dem anderen zu nehmen. Ich möchte dir einfach nur Mut machen diesen Weg gemeinsam mit eurem Kind zu gehen. Man entwickelt Stärke, die man vormals nie geglaubt hätte zu haben.

Hätte mir jemand vorher davon erzählt, ich hätte gedacht ich drehe durch. Aber das ist nicht passiert. Ich bin so unendlich dankbar unser Kind bis zu seinem Tod getragen zu haben. Der Schmerz war zunächst unmenschlich, aber er hat sich verändert. Und ich bin jetzt rückblickend (ist bei uns ja auch gerade mal ein halbes Jahr her) unendlich dankbar für unsere gemeinsame Zeit und die Erinnerungen, die wir so schaffen konnten. Ich würde nicht anders entscheiden.

Ich hoffe wir können dir hier im Forum ein wenig Stütze sein. Mir hat der Austausch damals und auch heute immer unglaublich geholfen, weil man sich einfach alles von der Seele schreiben konnte und andere Betroffene einen einfach besser verstehen.
(Unsere Kind hatte zwar eigentlich ganz gute Überlebenschance trotz Erkrankung ist aber dann sehr plötzlich aufgrund einer andere Problematik verstorben). Mir hat das Forum hier auch geholfen, da ich durch das Lesen hier vorbereitet war und wußte, was ich im Ernstfall wollte. So hatten wir einen schönen Abschied von unserer Tochter im KH zusammen mit unseren Familien und konnten viele schöne Erinnerungsstücke an sie schaffen. Hätte ich nicht hier her gefunden, ständen wir heute wahrscheinlich ohne Fotos da bzw. hätten überlegt ob wir unser Kind überhaupt sehen wollen. Nach den Berichten hier, was das für mich keine Frage mehr. Mein Mann ist mir auch heute noch sehr dankbar dafür, weil er selber erst gezögert hat...


zuletzt bearbeitet 21.11.2012 09:49 | nach oben springen
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#8

RE: Meine Geschichte

in Herzlich Willkommen! 21.11.2012 20:59
von selma75 | 140 Beiträge

Liebe Kati,

auch von mir ein Willkommen hier,und mein herzliches Mitgefühl!
Ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschließen.

Besonders den letzten Absatz von Lydia möchte ich dick unterstreichen,weil ich es genauso empfunden habe!

Ganz liebe Grüße!


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#9

RE: Meine Geschichte

in Herzlich Willkommen! 23.11.2012 14:58
von kati | 2 Beiträge

Hallo ihr lieben,

danke für die vielen zusprüche die ich von euch bekomme.....
es tut gut jemanden zu haben, mit dem man sich austauschen kann( ausser der Familie ).

ich bin jetzt in der 14 ssw und noch immer in meiner entscheidung kein stückchen weiter voran gekommen, in meinem kopf herrscht völlige leere....ich bin momentan zu nichts zu gebrauchen, was natürlich auch mein sohn spürt

ich liebe dieses kleine wesen (es ist im übrigen ein junge meint mein arzt gesehen zu haben) in meinem bauch so wahnsinnig, doch trotz allem, weiß ich nicht ob ich in der lage bin, das alles zu überstehen....

trage ich dieses kind aus? oder lasse ich es gehen....ich weiß es nicht.

bin ich dann eine mörderin? ich weiß es nicht? viele würden mich wahrscheinlich dafür halten...ich habe die doku auf rtl 2 gesehen und da ist mir wieder bewusst geworden wie schrecklich es ist, sein baby nach der geburt einfach gehen lassen zu müssen...aber auch wie schön es ist, sein baby für kurze zeit im arm zu halten...

keiner kann mir meine entscheidung abnehmen, aber ich selber kann auch keine treffen...


zuletzt bearbeitet 23.11.2012 15:15 | nach oben springen
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#10

RE: Meine Geschichte

in Herzlich Willkommen! 23.11.2012 22:05
von Hannahs_Mama | 595 Beiträge

Liebe Kati,

ich denke, deine Gedanken können wir hier alle nachvollziehen. Wie du schon schreibst, kann dir diese Entscheidung niemand abnehmen. Wie Natascha dir schon geschrieben hat, höre auf dein Bauchgefühl.

Gerne möchte ich dir dieses Buch empfehlen:

http://www.amazon.de/Viereinhalb-Wochen-...53704707&sr=8-1

Die Autorin war in der gleichen Situation. Vielleicht kann es dir eine Hilfe sein bei der Entscheidungsfindung bzw. zeigt es dir auch, daß ihr Zeit habt damit und nichts überstürzen müßt.

Ich sende dir eine herzliche Umarmung, wenn ich darf.


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#11

RE: Meine Geschichte

in Herzlich Willkommen! 23.11.2012 22:10
von Klatschmohn | 1.611 Beiträge

Liebe Kati,

kann mich Lydia bzgl. der Buchempfehlung nur anschließen. Habe es auch gelesen (allerdings erst vor wenigen Wochen) und denke, es könnte Dir evtl. helfen.

Nochmals: Lass Dir alle Zeit, es gibt keinen Grund, dass Du jetzt eine Entscheidung treffen musst. Wenn Dein Bauch, Dein Herz die Entscheidung getroffen hat, wird das auch Dein Kopf, Dein Verstand wissen.

Alles alles Gute! Ganz egal, wie Du dich entscheidest, wir sind da.


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#12

RE: Meine Geschichte

in Herzlich Willkommen! 24.11.2012 07:40
von Nelle | 49 Beiträge

Liebe Kati

Ich habe soeben deine Geschichte gelesen. Sie stimmt mich unglaublich traurig :-(. Ich kann nur erahnen, was ihr gerade durchmachen müsst. Die vielen Fragen, das Abwägen, der Boden, der unter den Füssen weggerissen wird.
Du schreibst, dass dir keiner die Entscheidung abnehmen kann. Und gerade in solch schwierigen Situationen hilft einem das Bauchgefühl manchmal auch nicht weiter.
Ich möchte dich einfach ermuntern, dir viel Zeit zu nehmen mit der Entscheidung.
Auch ich kann dir leider nicht weiter helfen und möchte dich aber wissen lassen, dass ich ganz fest an dich denke.
Alles Liebe, Nelle


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#13

RE: Meine Geschichte

in Herzlich Willkommen! 24.11.2012 12:17
von MariesMama | 533 Beiträge

Liebe Kati,
auch von mir ein herzliches Willkommen!
Ich bin wohl eine der wenigen hier, die die Geburt einleiten haben lassen. Meine Unterschrift bezeugt das, auch wenn ich gar nicht wusste was ich tat, tat ich es. Bei meiner Tochter wurde Trisomie 13 diagnostiziert und die Geburt sofort eingeleitet mit dem Hauptargument, dass es gesundheitsgefährdend für mich sei nicht sofort abzutreiben. Sofort nämlich, nicht morgen oder nächste Woche, nein sofort. Keine Beratung oder irgendwas. Ja, vielleicht bin ich auch, wie du schreibst, eine Mörderin, keine Ahnung.
Ich kann mich bis heute nicht mit meinem Schicksal versöhnen, das wünsche ich niemanden! Ich bete dafür meine Tochter im Himmel wieder zu sehen.

Auch ich kann dir in deiner Entscheidungsfindung nicht helfen, ich rate dir nur eins: nimm dir Zeit!
Alles Liebe für dich und deine Familie,
Elke


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#14

RE: Meine Geschichte

in Herzlich Willkommen! 24.11.2012 14:26
von Ces | 3.118 Beiträge

Liebe Kati,

ich denke, das Wichtigste ist, für dich, für euch, zu erspüren was euer Weg ist.
Wir Menschen sind so unterschiedlich und auch unsere Lebensituationen - und auch die Begleitung nach so einer Diagnose (z.T. ja nicht vorhanden).

Eines kann euch schon mal nict mehr passieren: ein übereilter Entschluss und schlechte Informationen. Das führt dann oft hinterher zu Fragen ,die dann nur noch schwer zu bewältigen sind.

Alles Liebe!


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#15

RE: Meine Geschichte

in Herzlich Willkommen! 03.12.2012 08:20
von Bommel | 451 Beiträge

Liebe Kati,

auch von mir ein -liches, wenn auch trauriges Willkommen!

Ich weiß genau, wie Du bzw. ihr euch jetzt fühlt, auch wir erhielten eine Diagnose mit der Prognose: "nicht lebensfähig"

Es zog uns auch den Boden unter den Füssen weg und dann diese Fragen: Wieso wir? Wieso unser Kind? Usw....
Man gab uns Zeit um eine Entscheidung zu treffen, die man eigentlich nicht treffen will, denn wer will schon Gott spielen!?
Ich war so froh, eine ganz liebe Hebamme zu haben (hast du eine?) und ich habe super Erfahrung mit Donum vitae gemacht.

Diese Beiden haben mir geholfen meinen Kleinen so anzunehmen, wie er ist, eben ein ganz besonderer Junge!
Hast Du schon einen Namen für euren Kleinen?

Niemand kann Euch die Entscheidung abnehmen, auch wenn man es sich noch so sehr wünscht! Bei der Diagnose hab ich als erstes gedacht: Der Kleine leidet, schneidet ihn aus mir heraus! Ich kann doch kein Kind austragen, was eh stirbt......
Aber durch viele Gespräche mit den Ärzten, meiner Hebamme und meiner Betreuerin von Donum vitae hatte ich den Mut, "das durchzuziehen". Denn ich liebte Elias zuuu sehr!
Wir überlegten, welcher Weg für uns der bessere sein würde, womit wir am ehesten weiter leben könnten und so stand unsere Entscheidung nach ein paar Tagen fest und ich versuchte es Elias noch so schön wie möglich zu machen.

Jeder muß seinen eigenen Weg finden und bei dieser Entscheidung kann einem keiner helfen. Ich bin mir sicher, auch Ihr werdet Euren Weg finden, egal, wie er aussehen wird. Ich wünsche Euch viel Kraft und liebe Leute an Eurer Seite!

Fühl dich lieb gedrückt!

Conny


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